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Lücken schließen

Eines der schulischen Hauptprobleme über alle Jahrgangsstufen hinweg sind Lücken, die aus welchem Grunde auch immer entstanden sind.
 
Lücken schließenBasis: Diagnose stellen
Erst nach einer genauen Lerndiagnose kann man sinnvoll planen, wie Lücken aufgeholt werden können. Es macht z.B. einen Unterschied, ob schlechte Englischnoten aus Vokabeldefiziten oder Grammatikschwächen herrühren. Schauen Sie sich die korrigierten Arbeiten ihres Kindes und die Hausaufgaben genau an – und scheuen Sie sich nicht, den Lehrer um Hilfe zu bitten.
 
Selbst-Nachhilfe
Zuerst sollte Ihr Kind aus eigener Kraft, aber mit Ihrer organisatorischen Unterstützung seine Probleme angehen. Erarbeiten Sie mit Ihrem Kind und ggf. dem Lehrer ein konkretes, kleinschrittiges Lernprogramm. 15 Minuten täglich zu lernen bringt mehr als eine Stunde alle vier Tage! Das Lernprogramm darf die Freizeit nicht zu stark einschränken. Lernhilfen (z.B. des mentor- Verlages) sind ein gutes Mittel, um den Stoff durchzuarbeiten. Ihr Kind bekommt darin Erklärungen und neue Übungen, es beschäftigt sich also nicht nur mit Hefteinträgen, die es vielleicht ohnehin nicht verstanden hat, bzw. Übungen, die es schon gemacht hat und an die es sich noch erinnert.
 
Wenn nötig: Fremd-Nachhilfe
Sind die Lücken zu groß, empfiehlt sich der Einsatz eines Nachhilfelehrers. Hierbei gilt:
  • Rechtzeitig beginnen, nicht erst kurz vor der Prüfung!
  • Hausaufgaben in der Nachhilfe nur machen, wenn es um Verständnisprobleme geht.
  • Je früher man Lücken schließt, umso besser! Sonst kann auch Nachhilfe kaum mehr wirken.
  • Nachhilfe kann abhängig machen – dann muss man sie stoppen. Manche Kinder passen nämlich im Unterricht nicht mehr auf, weil sie auf die Nachhilfe vertrauen.
  • Erkundigen Sie sich bei der Schule (oder Nachbarschule) nach geeigneten älteren Schülern, die Nachhilfe geben.
  • Vereinbaren Sie mit dem Nachhilfelehrer eine Probezeit. Selbst bei guten Nachhilfelehrern kann ja z.B. die „Chemie“ nicht stimmen.
  • Für stark unsichere, ängstliche Kinder ist es oft hilfreich, wenn ein ausgebildeter Lehrer die Nachhilfe gibt, auch wenn das zunächst teurer ist. Oft reichen aber weniger Stunden – und das Kind glaubt dem „richtigen“ Lehrer eher, wenn der sagt, es sei fit.
  • Lassen Sie sich nicht auf „Knebelverträge“ bei Nachhilfeinstituten ein, bei denen Sie sich für zig Monate festlegen. Wenig hilfreich: Gruppennachhilfe, bei der Kinder verschiedener Jahrgänge oder gar Schularten gemeinsam unterrichtet werden.
 
 

 

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