Copyright © 2012 Langenscheidt KG, Alle Rechte vorbehalten.

 
Service

Lerntipps | Schüler | Eltern | Prüfungen | Schule | Kinder


 Was bist denn du für ein (Lern-)Typ?

Alles, was man lernt, läuft durch die Sinneskanäle zum Gehirn. So unterscheidet man grob vier Lerntypen.
 
Sehen„Augenmenschen“
Er lernt, wenn er Dinge sieht. Manchen reicht es, Geschriebenes vor Augen zu haben, anderen hilft ein Bild (Tabellen, Grafiken, Fotos usw.) mehr.
 
Hören„Ohrenmenschen“
Er muss den zu lernenden Stoff in irgendeiner Form hören.

 
Schreiben„Schreiber“
Ihm hilft es, wenn er den Stoff z.B. nochmals schreibt.
 
 
Handeln„Tatmenschen“
Er lernt durch Handeln, Ausprobieren, Berühren, Bewegen.
 

Auch wenn die meisten Menschen „Misch-Typen“ sind, ist es von Vorteil, den eigenen besten Lernweg zu kennen. Insgesamt ist es nützlich, mehrere Lernwege zu kombinieren („multisensorisches Lernen“).
 
Wie lernen nun die einzelnen Lerntypen sich Dinge besser zu merken?
Manche der folgenden Tipps können Kinder bequem im normalen Schulalltag umsetzen, manche sollten vor allem in besonderen Momenten (z.B. Prüfungsvorbereitung) eingesetzt werden.
 
„Augenmenschen“
  • Wichtiges unterstreichen oder farbig markieren
  • Hefteinträge übersichtlich gestalten (Absätze!) und sauber schreiben
  • Zeichnungen / Bilder / Filme zum Stoff genau anschauen (in Büchern, Heften, im Unterricht, im Fernsehen, im Internet)
  • ein inneres Bild vom Stoff machen, z.B. von Vokabeln
  • Zeichnungen / Bilder als Merkhilfe anfertigen
„Ohrenmenschen“
  • dem Lehrer gut zuhören (sonst muss der Ohrenmensch zu Hause alles nachlernen)
  • beim Lesen im Unterricht mitflüstern oder zu Hause laut sprechen
  • den Stoff vorlesen lassen oder nachsprechen
  • Stoff auf Tonträger sprechen (am besten beim ersten Lesen) und diesen anhören (auch während anderer Tätigkeiten, z.B. beim Basteln)
  • Audiomaterial zum Stoff anhören
„Schreiber“
  • Stoff nochmals schreiben
  • Wörter bzw. Vokabeln öfters schreiben
  • „Spickzettel“ verfassen (aber nicht gebrauchen!); Vorteil dieser Methode: Das Kind muss den Stoff auf das Wesentliche reduzieren und lernt schon bei der Erstellung des Spickzettels viel
„Tatmenschen“
  • beim Lernen herumgehen
  • zum Stoff passende Handbewegungen machen
  • Material zum Stoff sammeln (aus Büchern, Internet usw.)
  • zum Stoff passend etwas basteln
  • z.B. Geometrie anhand von Gegenständen anschaulich und mit Händen greifbar machen (Ziegelsteine, Holzbrett, ausgeschnittene Dreiecke oder Kreise usw.)
  • z.B. für Chemie mit einem Chemiebaukasten arbeiten
  • z.B. Englisch dadurch trainieren, dass das Kind mit Freunden oder der Familie Englisch redet – bei fehlenden Vokabeln mit „Händen und Füßen“ reden
Königsweg „Erklären“
Wer jemandem etwas erklärt, verknüpft verschiedene Lernwege, zeigt aber vor allem, dass er den Stoff verstanden hat. Schon der Versuch, jemandem etwas zu erklären, hilft dabei, den Stoff besser zu begreifen.
Lernen Sie auf diesem Weg auch von Ihrem Kind: Statt es auszufragen, lassen Sie sich den aktuellen Stoff erklären, selbst wenn sie ihn nicht kennen. Jede „dumme“ Frage, die Sie stellen, hilft Ihrem Kind, den Stoff genauer zu erarbeiten. Und manche „dumme“ Frage kommt vielleicht in der nächsten Klassenarbeit dran.
 
 
 
 
 
 

 

Lerntipps für Eltern

Lerntipps für Eltern